„Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht “
So lautet ein Zitat der österreichischen Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach. Diesen Vorsatz verfolge ich nicht nur bei meinen Entscheidungen, sondern auch bei der Unternehmensführung.
Wir sind ein modernes Dienstleistungsunternehmen und suchen aktiv den Dialog zu den Bürgern, unseren Partnern, der Politik und weiteren Steakholdern. Wir stellen unser Tun transparent nach außen dar, denn ein offener Dialog ist die Basis für Vertrauen und Veränderung. Wir möchten aktiv handeln und suchen Mitstreiter, die uns unterstützen, unsere Ideen schnellstmöglich in die Tat umzusetzen und somit unserer Aufgabe als Abwasserbeseitigungspflichtiger nachzukommen und das öffentliche als auch das private Entwässerungssystem Lünens fit für die Zukunft zu machen.
Wir stehen in der Wasser- und Abwasserwirtschaft angesichts der Klimaveränderungen vor großen Herausforderungen – nicht nur im punkto Starkregenvorsorge. Die immer häufigeren auftretenden und länger andauernden Dürreperioden machen deutlich, wie wichtig die Ressource Wasser ist. Zahlreiche Möglichkeiten, statt Trinkwasser Regenwasser zu nutzen, sind am Markt vorhanden – wie so oft scheitert es oftmals an fehlenden Gesetzestexten, die uns als Abwasserbetrieb dazu befähigen, diese Systeme bei Neu- oder Umbauten flächendeckend auch einzufordern. Es passt nicht mehr in die Zeit, das anfallende Regenwasser in Mischwasserkanälen abzuleiten und in der Kläranlage aufwendig zu reinigen. Regenwasser bedarf oftmals keiner Reinigung und durch die Nutzung vor Ort ließen sich somit Energiekosten minimieren und wertvolles Trinkwasser einsparen.
Neben der Regenwassernutzung ist die Versickerung von Regenwasser, enorm wichtig für einen konstanten Grundwasserstand und somit für dauerhaft gesicherte Trinkwassergewinnung. Denn in NRW wird ca. 50% unseres Trinkwassers aus dem Grundwasser gewonnen. Leider ist das Versickern des Wassers leichter gesagt als getan. Die Bodenverhältnisse müssen passen. In Lünen sind nur ca. 20-30 % der Fläche zum Versickern geeignet. Wenn viel Wasser versickern kann sprechen wir In der Wasserwirtschaft von der sogenannten „Schwammstadt“.
Des Weiteren liegt die tägliche Umwidmung von unbebautem Boden in Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland bei circa 56 Hektar am Tag (wie erwähnt werden davon rund 45 Prozent versiegelt). Es zeigt sich zwar eine leicht abnehmende Tendenz in den letzten Jahren. Dennoch ist dieser Wert noch weit vom Nachhaltigkeitsziel der Bundesregierung entfernt, den Flächenverbrauch auf weniger als 30 Hektar pro Tag im Jahr 2030 zu senken (Quelle Umweltbundesamt).
Als letzten Punkt möchte ich noch den Gewässerschutz erwähnen, welcher im Zuge des Klimawandels wichtiger denn je geworden ist. Die Ökosysteme unserer Gewässer bieten Lebensraum für Flora und Fauna und sind die Grundlage für Artenvielfalt. Deshalb sollte die Verschmutzung unserer Gewässer auch in Zukunft weiter minimiert werden.
Denn eines sollte uns allen klar werden: ohne Artenvielfalt, sauberes Wasser und unseren Wäldern kann der Mensch auf der Erde nicht mehr existieren.
Wir vom SAL werden unseren Beitrag zu den genannten Herausforderungen leisten und voller Motivation versuchen die Menschen, die uns begegnen zu überzeugen diesen Beitrag zu unterstützen, um Lünen Schritt für Schritt resistenter für die Klimaveränderungen zu gestalten.
Persönlich für Sie da

Daniela Fiege
SAL
Biografie
- Seit 2018 Vorstand Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen AöR
- 2009 – 2018 Führungskraft Entwässerungsnetze/-anlagen, Stadtwerke Osnabrück AG
- 2008 – 2009 Technischer Trainee, Stadtwerke Osnabrück AG
- 2008 Abschluss Diplom-Ingenieurin
- 2004 bis 2008 Studium Siedlungswasserwirtschaft, Fachhochschule Bielefeld – Campus Minden
- 1983 geboren
Engagement in Vereinen und Verbänden
- seit 2021 Beiratsmitglied des DWA-Landesverbandes NRW
- seit 2021 Ratsmitglied des Verbandrates Lippeverband und Mitglied des Investitionsausschusses
- seit 2012 Gastdozentin an Hochschulen, FBS-Akademie
